Der Tagesbedarf-Rechner ermittelt den individuellen Kalorienbedarf deiner Katze auf Basis der FEDIAF-Formeln — abhängig von Gewicht, Lebensphase, Kastrationsstatus und Aktivitätsniveau. In wenigen Sekunden weißt du, wie viel Nass- und Trockenfutter täglich auf den Teller gehört.
So funktioniert die Berechnung
Die Grundlage ist eine international anerkannte Formel der FEDIAF (Federation Européenne de l’Industrie des Aliments pour Animaux Familiers): der sogenannte Resting Energy Requirement (RER). Er beschreibt, wie viele Kalorien eine Katze im Ruhezustand verbrennt — noch ohne Bewegung, Verdauung oder Stress. RER = 70 × Gewicht hoch 0,75. Aus diesem Wert wird der tatsächliche Tagesbedarf (Maintenance Energy Requirement, MER) durch Multiplikation mit einem Faktor berechnet, der Lebensphase, Kastrationsstatus und Aktivität berücksichtigt.
Die Kastration senkt den Bedarf um etwa 20–30 % — das ist kein Hörensagen, sondern gut belegt. Nach dem Eingriff sinkt die stoffwechselbedingte Grundaktivität, die Hormonlage ändert sich, der Appetit steigt oft an. Genau deshalb zeigt der Rechner für kastrierte Katzen einen deutlich niedrigeren Faktor als für unkastrierte. Die Umstellung nach der Kastration ist der Moment, an dem sich entscheidet, ob die Katze im Laufe der Jahre übergewichtig wird oder nicht.
Die Portionsangaben im Ergebnis basieren auf FEDIAF-Durchschnittswerten: Nassfutter hat etwa 85 kcal pro 100 g, Trockenfutter etwa 380 kcal pro 100 g. Deine konkrete Futterpackung kann abweichen — prüf immer die Kaloriendichte auf dem Etikett. Falls du unsicher bist, wie du ein Etikett liest, steht dazu ein eigener Leitfaden in der Kategorie Ernährung & Gesundheit.
In der Praxis frage ich Halter: „Wie viel füttern Sie pro Tag?“ Die Antwort ist meistens „eine Handvoll Trockenfutter und zwei Schälchen Nassfutter“. Wenn wir dann abwiegen, liegt die tatsächliche Menge bei 130–180 % des Bedarfs. Meine Nico hat mir das beigebracht — er wiegt heute 400 Gramm weniger als vor zwei Jahren, ohne eine einzige Diät. Nur die Küchenwaage.
So interpretierst du das Ergebnis
Der Kalorienwert ist ein Startpunkt, keine unumstößliche Vorgabe. Zwei Katzen mit identischem Profil können real 10–15 % auseinanderliegen — abhängig von Genetik, Darmflora und Bewegungsmuster. Die Kontrollgröße ist das Gewicht, nicht die Rechnung: Wiege deine Katze alle zwei Wochen. Bleibt das Gewicht stabil und der Body Condition Score bei 5 von 9, passt die Menge. Steigt oder fällt das Gewicht über 3 %, passe die Tagesmenge um 10 % an und warte weitere zwei Wochen.
Ein häufiger Fehler: Leckerli werden vergessen. Drei Sticks am Tag können 60–90 kcal ausmachen — bei einer Vier-Kilo-Katze sind das 25–35 % des Tagesbedarfs. Die Portionsangabe des Rechners gilt für das Hauptfutter. Wenn du regelmäßig Snacks gibst, zieh deren Kalorien vor der Futterberechnung ab oder halte dich an die 10-Prozent-Regel.
Falls du nicht sicher bist, in welcher Lebensphase deine Katze steht, schau beim Katzenalter-Rechner vorbei — er zeigt dir die exakte Phase nach AAFP/AAHA plus die passende Ernährungsstrategie.
Häufige Fragen
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Die Inhalte auf MiauNova ersetzen keinen Tierarztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen, Verhaltensänderungen oder Notfällen wende dich sofort an eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Dieser Artikel dient ausschließlich informativen Zwecken und beruht auf allgemeinen tiermedizinischen Quellen (WSAVA, FEDIAF, StIKo Vet).